Gabelumbau

Gabelumbau

Es wird oft unterschätzt, aber auch eine Motorradgabel unterliegt einem Verschleiß und sollten daher regelmäßig gewartet werden.
Aber woran liegt das? Ganz einfach, eine in ihrer Funktion  schlechter werdende Gabel tut dies nicht von heute auf morgen. Nein, es ist ein schleichender Prozess der dazu führt, dass sich der Fahrer einfach daran gewöhnt. Wir die Gabel dann gewartet, kommt der große AH Effekt.
Und was sind die relevanten Faktoren bei einer solchen Wartung?
In der Gabel laufen verschiedene Bauteile ineinander. Dadurch entsteht Reibung, ähnlich wie bei einem Motor-Kolben und einem Zylinder. Diese Reibung sorgt auf Dauer für einen Verschleiß der sich irgendwann in mangelnder Abdichtung zeigt. Eine mangelnde Abdichtung im inneren der Gabel führt zu nachlassender Dämpfung und schlechterem Ansprechverhalten. Zudem lagert sich der zunehmend mehr werdende Abrieb im Öl ab, was dieses altern lässt und die Dämpfung und das gesamte Gleitverhalten der Bauteile negativ beeinflusst. Last but not least haben die Simmerringe einen erheblichen Einfluss auf das Ansprechverhalten der Gabel. Die Simmerringe dicht das Innere der Gabel ab. Ihre Dichtlippen liegen eng an den inneren Gabelrohren an und Bremsen sozusagen die Bewegung. Es ist eine gewisse Kraft von Nöten, um die Gabel vom Stillstand überhaupt in eine Bewegung zu versetzten. Dieser Zustand ist im allgemeinen als Losbrechmoment bekannt. Die Qualität der verwendeten Simmeringe und dem damit Verbundene Gummi haben ebenso einen erheblichen Einfluss. Die günstigsten Dichtringe vom Discounter haben in einer Motorradgabel nichts zu suchen. Ein penibles einsetzen dieser Dichtringe ist ebenso entscheidend wie der Einsatz von Spezialfetten zwischen den Dichtlippen. Diese profane Maßnahme hat einen erheblichen Einsatz auf das Ansprechverhalten und die Funktion ihrer Gabel.
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